Vorbereitungen
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Das wird kein Spaß, so viel ist klar. Einfach sich nur irgendwohin schippern lassen, ohne vorher zu überlegen und zu planen, das wird nicht gehen. Diese Erkenntnis sickerte nur langsam durch.
Schon der Aufenthalt auf der Queen Mary 2, einem echten Ocean Liner und keinem Kreuzfahrtschiff für Hinz und Kunz, muss durchdacht werden. Denn die QM2 ist ein Schiff und kein schwimmendes Hochhaus mit Kletterwand und Wasserrutsche und weißen Socken an Stachelbeinen in Sandalen. Was zum Beispiel ist der Unterschied zwischen „elegant“ und „festlich“, zwischen den „normalen“ und den „Gala-Abenden“? Denn im Jogginganzug – nach Karl Lagerfeld der Dress, wenn man sich aufgegeben hat – kann man nach 18 Uhr nicht herumlaufen. Vorher auch nicht: lässig, aber schick sollte man sein. Die gute Nachricht für männliche Modemuffel: abends sind zwar Jackett und Hosen mit Bügelfalten vorgeschrieben, aber der Unterschied zwischen „festlich“ und „elegant“ ist mit Schlips und ohne. Trotzdem: Drei Koffer für zwei Personen und sechs Wochen, mit 9 Ballabenden – von Egyptian bis Roaring Twenties – wie ist das zu schaffen?
So geht es weiter: Visa müssen her und Fremdwährungen. Das freundliche Reisebüro hilft, aber in der modernen Do-it-yourself-Gesellschaft bedeutet es auch Stunden im Internet. Entscheidungen über Landausflüge stehen an, von einfachen Stadtbesichtigungen (55 $ p.P.) bis zur Jerusalem und Bethlehem Private Tour in der klimatisierten Limousine (1550 $ p.P.). Was in Piräus noch geht – einfach mit dem kostenlosen Shuttle Bus der Reederei in die Stadt fahren und dort herumlaufen –, geht in Mormugao (Indien) nicht mehr. Hat man Stunden über die Alternativen diskutiert, ist wieder das Internet angesagt: Auf dem Portal der Reederei muss es gebucht werden. Da sind schon mal 2.000 US$ … versenkt, hoffentlich nicht – investiert, müsste man sagen, denn dahinter verbergen sich ja keine Alltagserlebnisse.
Also arbeiten wir uns durch den Ausflugskatalog – Haifa, Dubai, Doha, Muskat, Mormugao, Colombo, Phuket, Penang, Da Nang und Hong Kong bis Shanghai. Stunden über Stunden … der Masters Degree in Travel Management winkt. Muss man gebuchte Ausflüge machen oder kann man sich „auf eigene Faust“ bewegen? Unklar. Muss man sich vorab entscheiden oder kann man spontan an Bord buchen? Auch unklar. Doch das freundliche Reisebüro hilft: Stornierung 48 Std. vor Beginn des Ausflugs ist möglich. Und ja, man kann spontan an Bord buchen – wenn noch Plätze frei sind.

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